riba informiert.

Aktuelles aus der Verpackungsbranche

| Riba auf der Interpack 2017 in Düsseldorf

Mit der Interpack 2017 vom 04.05. – 10.05.2017 in Düsseldorf kündigt sich das unverzichtbare Event für die Packmittelindustrie an. Wir freuen uns in diesem Jahr besonders, Sie auf diesem Fachforum am Gemeinschaftsstand mit der Anton Debatin GmbH begrüßen zu dürfen.

Nachhaltige Materialien, Ressourcenschonung, hohe mechanische Eigenschaften - das sind unsere Themen 2017. Wir freuen uns, Ihnen die Innovationen dazu auf der Interpack präsentieren zu können. Lassen Sie sich von unserem Portfolio begeistern und besuchen uns in Halle 9, Stand 9D30.

Mehr

| Optimierung des Ressourcenverbrauchs bei Verpackungsmaterial

Die RIBA Verpackungen GmbH ist ein westfälisches Traditionsunternehmen mit Sitz in Hamm. Das Hammer Werk erfüllt alle notwendigen Hygienevorschriften und ist nach ISO 9001 und BRC zertifiziert. In den letzten Jahren hat die RIBA Verpackungen GmbH ein innovatives Blasfolien-Produktionsverfahren entwickelt: die Ribafan-Technologie. Ziel der neuen Technologie ist es, den Inhalt zu schützen und gleichzeitig die Umwelt schonen.

Mehr

| Freiwillige Vereinbarung zum Tüten-Entgelt ab 1. Juli

Der Verbrauch an Plastiktüten soll in den kommenden zehn Jahren in Deutschland fast halbiert werden. Das ist das Ziel einer freiwilligen Vereinbarung zwischen dem Handelsverband Deutschland (HDE, D-10117 Berlin; www.einzelhandel.de) und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU, www.bmub.bund.de). Die teilnehmenden Unternehmen sagen darin zu, Kunststofftragetaschen künftig nur noch gegen ein Entgelt abzugeben. Weitere Handelsverbände und Unternehmen haben laut BMU bereits erklärt, sich an der Selbstverpflichtung, die zum 1. Juli 2016 in Kraft tritt, zu beteiligen. Einbezogen sind bei der Selbstverpflichtung des Handels auch Kunststofftüten über 50 Mikrometer Wandstärke, ausgenommen sind sehr leichte Tüten, die zum Beispiel für Obst und Gemüse benutzt werden.

Bereits Anfang März hatten zahlreiche deutsche Einzelhandelsketten auf Initiative des HDE angekündigt, bis spätestens 1. April keine kostenlosen Plastiktüten mehr an ihre Kunden abgeben zu wollen (siehe KIWeb vom 03.03.2016), der offizielle Starttermin der grundsätzlichen Branchenentscheidung wurde dann aber um drei Monate verschoben. Mit dem Ende April erfolgten Schulterschluss mit der Politik verpflichtet sich der deutsche Handel darüber hinaus, jährlich einen unabhängigen Monitoring-Bericht zum Erfolg seiner Maßnahmen vorzulegen. Nach zwei Jahren prüft das Bundesumweltministerium, ob das langfristige Reduktionsziel der EURichtlinie erreicht werden kann. Sollte dies nicht möglich sein, kann das Bundesumweltministerium von der Möglichkeit Gebrauch machen, die Vereinbarung zu kündigen und durch eine ordnungsrechtliche Maßnahme zu ersetzen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks erklärte dazu, der Verbrauch könne und müsse weiter gesenkt werden. „Spätestens nach zwei Jahren muss gewährleistet sein, dass mindestens 80 Prozent der gehandelten Tüten nur noch gegen ein Entgelt abgegeben werden", so die Ministerin.

Gemäß der EU-Richtlinie, die im Mai 2015 in Kraft getreten ist, muss der Verbrauch der „leichten Kunststofftragetaschen" mit einer Wandstärke bis zu 50 Mikrometer bis Ende 2019 auf höchstens 90 Stück und bis Ende 2025 auf höchstens 40 Stück pro Einwohner und Jahr verringert werden (siehe auch KIWeb vom 30.04.2015). In Deutschland liegt der Verbrauch zurzeit bei 71 Stück pro Person und Jahr.

 

Umweltschützer fordern Bezahlpflicht auch für Papiertüten

Der Deutschen Umwelthilfe (DUH, D-10178 Berlin; www.duh.de) und der Naturschutzorganisation NABU (D-10117 Berlin; www.nabu.de) geht derweil die freiwillige Vereinbarung nicht weit genug. In einem Statement fordert die DUH eine verbindliche bundesweite Plastiktütenabgabe von 22 Cent nach irischem Vorbild. Kritisiert wird neben dem Vorwurf, nur 50 Prozent der in Deutschland in Verkehr gebrachten Plastiktüten würden durch die freiwillige Verpflichtung überhaupt erfasst, auch, dass die Vereinbarung keinen Mindestbetrag für die Tüten vorsehe. Außerdem fehlten Sanktionen, falls sich Händler nicht an die Selbstverpflichtung hielten, und das Entgelt könnte zu niedrig ausfallen, um eine Lenkungsfunktion zu erzielen.

Der NABU begrüßt zwar, dass Plastiktüten künftig nicht mehr kostenfrei über die Ladentheke gehen sollen, moniert aber gleichzeitig, die Vereinbarung bleibe „leider auf halbem Weg stecken". „Zu viele wichtige Branchen sind außen vor. Darunter einige, deren Plastiktüten häufig in der Landschaft und Gewässern landen, wie Imbisse, Bäckereien, Kioske oder Wochenmärkte", so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die Folgen zeigten sich heute schon deutlich an Deutschlands Küsten: Der NABU sammele im Rahmen seines Spülsaum-Monitorings auf den Inseln Fehmarn und Rügen zwischen zwei und fünf Plastiktüten auf nur 100 m Küste. Zudem sollten Papiertüten nicht außen vor sein. „Sehr kritisch ist außerdem, dass sich die Vereinbarung auf Plastiktüten beschränkt. Stattdessen hätten alle Einwegtüten, das heißt auch Papiertüten, kostenpflichtig werden sollen“, erklärt die NABU-Expertin für nachhaltigen Konsum, Katharina Istel. Gerade die bei Textilunternehmen beliebten Varianten seien ressourcenintensiver als eine normale Plastiktüte.

Laut Medienberichten beteiligen sich derzeit rund 280 Unternehmen an der freiwilligen Verpflichtung – darunter die großen Lebensmittel- und Kaufhausketten, Discounter, Drogerien, Modehäuser und Baumärkte. Völlig unklar ist jedoch, wie die durch die Entgelte entstehenden Einnahmen künftig genau verwendet werden.

Umweltministerin Hendricks sagte, sie wünsche sich einen Fonds, aus dem Umweltschutzprojekte vor allem gegen Meeresmüll finanziert werden. Der HDE pocht jedoch darauf, dass jedes Unternehmen frei entscheiden könne, wie es das Geld einsetze. Vorerst gibt es offenbar einen Kompromiss auf Vertrauensbasis. Demnach sollen die Einzelhändler mit einem Teil der Einnahmen eigenständig Umweltprojekte unterstützen. Sollte jedoch nicht genug Geld in den Umweltschutz fließen, will die Ministerin in zwei Jahren nachjustieren –- und Spenden „notfalls erzwingen“. (Quelle: Kunststoff Information, kiweb.de)

Mehr

| Übernahme von British Polythene angestrebt

Neuer Paukenschlag in der europäischen Verpackungsindustrie: Für umgerechnet gut 330 Mio EUR in bar und neuen Aktien will RPC (Rushden / Großbritannien; www.rpc-group.com) den Hersteller von PE-Folien British Polythene Industries (BPI, Greenock / Großbritannien; www.bpipoly.com) erwerben. Der Vorstand von BPI hat der Transaktion bereits zugestimmt. Bis August soll das Vorhaben über die Bühne gehen.

Es ist der nächste große Coup für den britischen Produzenten, der bisher ausschließlich auf thermogeformte und spritzgegossene formstabile Verpackungen wie Eimer, Schalen, Flaschen und Becher ausgerichtet ist (zuletzt siehe KIWeb vom 08.06.2016). Erst im vergangenen Jahr kam Promens (Reykjavik / Island; www.promens.com) zur Gruppe, zu Beginn des Jahres 2016 folgte der Verschlusskappenspezialist Global Closure Systems (Saint-Cloud / Frankreich; www.gcs.com). RPC finanziert den jetzt angekündigten Kauf teilweise über eine Kapitalerhöhung um 90 Mio GBP (knapp 115 Mio EUR).

Mit BPI gewinnt RPC nicht nur eine Folienextrusion im Umfang von zuletzt rund 270.000 t hinzu, sondern auch Zugang zum Markt für flexible Verpackungen, der im internationalen Wettbewerb als extrem wichtig erachtet wird. „Die meisten größeren Kunststoffverarbeiter in der Verpackungsbranche agieren in beiden Segmenten", heißt es in einer RPC-Mitteilung. Die Briten erwarten mit der Übernahme Synergien von bis zu 10 Mio GBP jährlich. Das BPI-Produktportfolio aus 19 Werken erstreckt sich von Landwirtschaftsfolien über Mülls.cke sowie Palettenund Schrumpffolien bis hin zu Folien für den Baubereich. Gleichzeitig ist BPI auch im Recycling aktiv: Bis zu 95.000 t Post consumer PE-Folien werden pro Jahr wiederverwertet. Jedoch war das Management um CEO John Langlands trotz der zuletzt deutlich besseren Zahlen wohl nicht ganz zufrieden mit dem Stand des 645 Mio EUR schweren Folienherstellers (zuletzt siehe KIWeb vom 02.03.2016). „Obwohl unsere Strategie für höhere Ergebnisse und Dividenden gesorgt hat, spiegeln Aktienkurs und Marktbewertung nicht die Fortschritte wieder, die wir erzielt haben", resümierte Langlands. (Quelle: Kunststoff Information, kiweb.de)

 

Mehr

| Plastiktüten dürfen vorerst gratis bleiben

Im Streit um eine Abgabe für Plastiktüten spricht sich der Verband der Textileinzelhändler gegen eine Selbstverpflichtung aus. Deshalb werden sie nun doch nicht wie geplant von April an von kostenpflichtig.

Mehr